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  Risiken
 

Da die LASIK- OP ein Wahleingriff an einem eigentlich gesunden Organ ist, müssen den sehr guten Chancen für ein positives Operationsergebnis auch stets die Risiken gegenüber gestellt werden, die möglicherweise aus dem Eingriff resultieren können. Das Risiko ernster Komplikationen ist heutzutage äußerst gering: Die technische Ausrüstung ist hochentwickelt und gesicherte Langzeitergebnisse liegen nunmehr vor. Eine sorgfältige Auswahl der Patienten, das Einhalten internationaler Behandlungsrichtlinien und Hygienestandards sowie genaue Kontrollen postoperativ haben die Komplikationsrate auf unter 1% sinken lassen. Und selbst diese Komplikationen lassen sich meist gut durch eine erweiterte Behandlung therapieren.

 

Trockenheit der Augen tritt durch eine postoperativ verminderte Hornhautempfindlichkeit fast regelmäßig auf. Dies führt zu Fremdkörpergefühl und leichten Sehschwankungen in den ersten Wochen bis Monaten. Tränenersatzmittel können dies meist gut kompensieren.

 

Blendempfindlichkeit sowie das Wahrnehmen von Lichthöfen um Lichtquellen in der Nacht werden anfangs häufig beschrieben, lassen aber auch unbehandelt von alleine nach und sind nur selten von Dauer.

 

Über- und Unterkorrekturen sind, bedingt durch ein individuell unterschiedliches Heilungsverhalten der Hornhaut, in wenigen Fällen möglich. Meist liegen sie im Bereich von < 1 Dioptrie und können für spezielle Anforderungen, z.B. bei Autofahrten nachts durch eine schwache Sehhilfe überbrückt werden. Bei dauerhaften Beschwerden ist fast immer eine Nachkorrektur möglich.

 

Selten kommt es zu sterilen Entzündungen unter dem Hornhautdeckel, extrem selten zu bakteriellen Infektionen, die - früh erkannt - medikamentös oder durch eine Spülung gut eingedämmt werden können. Nur in besonders ungünstigen Fällen kann dies auch zu dauerhaften Einschränkungen des Sehvermögens führen.

 

Faltenbildungen unter dem Hornhautdeckel können durch Reiben oder Kneifen an frischoperierten Augen entstehen. Sie machen in Einzelfällen einen kurzen Zweiteingriff zur Glättung erforderlich.

 

Einwachsen oberflächlicher Hornhautzellen unter den Hornhautdeckel ist gelegentlich erst nach Wochen erkennbar: Auch hier hilft ein Zweiteingriff, diese Störung zu beseitigen.

 

Bei narbigen Besonderheiten oder extremen Krümmungen der Hornhaut kann die Bildung des Deckels durch das Keratom erschwert sein - ein ungewöhnlicher Schnittverlauf führt in diesen Fällen zum Abbruch des Eingriffs und zum Wechsel auf ein anderes OP- Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Der Augendruck kann bei dazu veranlagten Patienten durch die postoperativ angewendeten Augentropfen ansteigen. In den meisten Fällen reicht ein Absetzen zur Normalisierung.

 

Für alle Patienten - mit Ausnahme der Monovision - gilt, dass bei optimaler Sehschärfe für die Ferne nach dem 45. Lebensjahr eine leichte Lesebrille erforderlich wird.

 

Alle diese Risiken werden im Gespräch mit den Patienten ausführlich besprochen und im Einzelfall gewichtet, da nicht alle Patienten das gleiche Risikoprofil aufweisen. Erst wenn Arzt und Patient von den Vorteilen der Operation gegenüber den Risiken eindeutig überzeugt sind, wird gemeinsam der Entschluss zu einem Eingriff getroffen.